Donnerstag, 26. März 2009

Ein klein wenig Hoffnung

Trubel, Lärm, Stress, in riesigen Scharen strömen die Leute an mir vorbei, ihre Blicke sind leer, wie Zombies schreiten sie auf ihren eigenen Pfaden ohne nur im Geringsten auf Diejenigen zu achten, die um sie herum das Selbe tun. Mein Blick schweift grob durch die Menge, alle wirken sie gleich, grau, ohne eigene Farbe. Mein Blick wandert zu meiner Tasche, ich greife hinein und fische mir ne Kippe heraus, Nicotin, wie doch so ein Bisschen Qualm den Tag versüßen kann. Ich schließe meine Augen, stelle mir vor, wo ich grade sein will,
Bilder erscheinen vor meinem geistigen Auge, ich sehe eine raue Felsküste, die Brandung lässt den Boden unter meinen Füßen erzittern, Gischt schlägt mir ins Gesicht, Wind spielt mit meinen Haaren, mein ganz persönlicher Himmel.
Ich öffne meine Augen wieder, bin wieder in der Stadt, sitze in einer ihrer unzähligen Schluchten aus Stein und Beton, umspült von grauen Wellen, stehe ich auf und packe meine Sachen, müden Geistes schreite ich durch die farblosen Fluten.
Noch immer hallt der Gedanke vom Meer durch meinen Kopf, es treibt mich raus aus der Menge, ich eile, will weg, muss weg, Panik packt mich, die Enge, die Menschen, Alles, mein Herz rast, dumpfe Wellen durchziehen meinen Körper.
Ich bin raus, stehe abseits, hinter mir, zieht der Strom weiter seine Bahnen. Ich will nicht zurückblicken, tue es dennoch. Etwas sticht mir ins Auge, ein Farbklecks, ein Lichtblick. Aus der Ferne sehe ich sie, sie steht still im Strom, wie ein Juwel in der Brandung, sie schaut um sich, unsere Blicke treffen sich. Tief ist ihr Blick, fesselt mich, fasziniert mich. Hinter ihr hält die Bahn, sie dreht sich um, steigt ein, im letzten Moment vor dem Schließen der Türen blickt sie noch einmal zurück, schaut mir in die Augen, zwinkert mir mit einem leichten Lächeln auf den schmalen eleganten Lippen und zieht mit der Bahn von dannen.
Ich selbst halte noch einige Momente inne, um mit einem Lächeln auf den Lippen, federndem Gang und erhelltem Gemütes nach Haus zu gehen.
Auch wenn ich sie nicht kannte, sie vielleicht niemals kennen lerne, werde ich sie niemals vergessen, da sie mir an diesem Tag ein Geschenk machte, das mit keinem Wert bemessen werden kann, ein klein wenig Hoffnung.

Montag, 7. April 2008



eine kleine Auftragsarbeit, Kommentare sind immer erwünscht

Sonntag, 27. Januar 2008

HazardID


Ok, auch wenns der name vermuten lässt ist es wieder kein Selbstbildnis sondern nur ein Character von mir.
Feel free to comment.

Freitag, 25. Januar 2008

Spontan I



Ok das hier ist spontan entstanden, anfangs wusst ich nichmal wirklich was oder wen ich zeichne, nun meinen Leute mich zu erkennen, dabei sollte es kein Selbstportrait werden. Kommentare, ratschläge und ähnliches sind erwünscht, ist eh noch nich wirklich fertig.

Samstag, 19. Januar 2008

Der lange beschwerliche Weg der Morgenzigarette

Der heutige Morgen war seltsam, so mal es ein Uhr nachmittags war. Ich erwachte aus einem vom Alkohol vertieften Schlaf und musste bemerken, dass die Tapete nach der letzten Nacht erstaunlich laut geworden ist. In meinem Schädel machten sich verschiedene Gefühle breit, zum einem ein Dröhnen, als hätte man die nächste LKW Ausweichstraße direkt zwischen meinen Ohren errichtet, zum Anderen ein Schwindelgefühl welches, tückisch wie es ist, meinem Gleichgewichtssinn mehrfach gekonnte Schläge in die Magengrube versetzte.
Nach einer kurzen Zeit, immerhin zwei Stunden, machte ich mich daran das Bett zu verlassen, ok eigentlich war der Gedanke und Wille schon vorher aktiv gewesen, nur meinte mein Körper dies ignorieren zu müssen. Ich stieg also aus dem Bett und wurde schmerzhaft daran erinnert ein Hochbett zu besitzen und fand mich in einem kurzen, dennoch intensiven freien Fall wieder, der abrupt von der Auslegware meiner Wohnung gebremst wurde.
Etwas wacher erhob ich mich nun, um meinen Blick durch die Wohnung schweifen zu lassen. Abgesehen von einigen unscharfen Eindrücken, erkannte ich das der letztere Alkoholkonsum nicht nur Spuren in meinem Kopf hinterließ. Ich sah meine Kleidung, welche ich scheinbar mit besonderer Anstrengung so anhäufte das sie eine wirre Einheit bildete, die den angenehmen Duft kaltem Zigarettenrauchs verströmte. Vom Duft beschwingt machte ich mich müde auf die Suche nach einer hoffentlich übrig gebliebenen Kippe, die Suche war nicht von erfolg gekrönt, ich fand lediglich die Utensilien zum Kredenzen einer solchen.
Mit der Feinmotorik einer zehn Tonnen Abrissbirne versuchte ich das Papier aus der dafür vorgesehenen Verpackung zu holen und teilte es gekonnt in verschieden große ausgefranste Fetzen. Beim erneuten versuch gelang es mir nun endlich ein Intaktes zu ergattern.
Das erste Problem wäre gelöst, nun musste ich den Filter beschaffen, wobei auch dessen Verpackung mir heimtückisch ihren Inhalt nicht preisgeben wollte. Nach einem erbitterten Kampf entriss ich ihr den benötigten Filter und konnte mich nun dem Drehen der Zigarette widmen.
Die Tabakpackung unterließ es mir Gegenwehr zu leisten, scheinbar eingeschüchtert was dabei resultieren würde.
Die richtige Dosis des aromatischen Tabakfeinschnitts auf das Paper positioniert und mit einem Filter versehen, musste ich es nun schaffen dieses zu rollen, nun wäre die benötigte Feinmotorik von großer Hilfe. Mehrere Versuche später gelang es mir den groben Gedanken an eine Zigarette zu fertigen.
Die erstaunlich kurvige Form, der nicht wirklich zylinderförmigen Kippe, erweckte auf mich nicht den Anschein, ein Genuss zu sein, doch die Sucht überwiegte.
Ich ging hinaus auf den Balkon und stellte fest das es kühl, nein sehr kühl, ach was es war arschkalt. Frierend und zittern versuchte ich ein störrisches Feuerzeug zum Dienst zu überreden, welches wie könnte es auch anders sein auch versuchte sich zur wehr zu setzen und schließlich verlor.
Einer langer Weg, für etwas so Kurzlebiges, all das nur für drei Minuten Qualm einatmen, Mensch ich sollte wirklich aufhören.

Freitag, 18. Januar 2008

Ein neuer Anfang

Nachdem ich den alten Blog gelöscht habe, starte ich hiermit einen neuen Versuch, diesmal in deutsch.
Erst einmal, lasst mich erklären warum ich diesen Blog starte, ich werde hier einige meiner Gedanken und Arbeiten veröffentlichen und hoffe auf Kommentare und interessante Diskussionen zu den Themen.

gez. Hazard